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Nachrichten aus der Agentur

Worte statt Waffen

Nach Nigeria führte eine fünftägige Journalistenreise zum Thema „Ziviler Friedensdienst“, die Agenturchefin Claudia Ehry begleitete. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe AGEH e.V., deren Pressearbeit Y-PR betreute. Medienvertreter aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, die Sonderform der internationalen Zusammenarbeit in Konfliktländern am praktischen Beispiel zu erleben.
Claus Schrowange, AGEH-Fachkraft des Zivilen Friedensdienstes in der nigerianischen Millionenmetropole Ibadan, ließ die Journalistinnen und Journalisten an seiner Arbeit teilhaben und lud sie auch zu sich nach Hause ein. Seit dreieinhalb Jahren lebt der 38-jährige Sauerländer mit Frau und zwei Kindern in Ibadan. Als Projektmitarbeiter der AGEH-Partnerorganisation Justice, Development and Peace Commission JDPC entwickelt er Strukturen für den gewaltfreien Umgang mit Konflikten, hält in Schulen Friedensunterricht, betreut Friedensclubs, sensibilisiert einheimische Journalisten für eine friedensorientierte Berichterstattung und fördert den interreligiösen Dialog zwischen Christen und Muslimen.

Finanziert wird die Projektstelle vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Ministerium stellt im Rahmen der bundesdeutschen Entwicklungshilfe jährlich zweistellige Millionenbeträge für den Zivilen Friedensdienst zur Verfügung. Die Durchführung der Maßnahmen überlässt das BMZ acht Organisationen, darunter die AGEH, die als Personaldienst der katholischen Kirche in Deutschland für die Entwicklungszusammenarbeit vornehmlich mit katholischen Projektpartnern zusammenarbeitet. Die Friedensfachkräfte verpflichten sich in der Regel für drei Jahre, Verlängerung wie im Fall von Claus Schrowange ist möglich. In mehrmonatigen Personalentwicklungsprogrammen bereitet die AGEH sie intensiv auf ihren speziellen Einsatz vor.
1. Dezember 2007

Deutsche Journalisten lernen in Nigeria den Zivilen Friedensdienst kennen (2. von links: Claus Schrowange)
Deutsche Journalisten lernen in Nigeria den Zivilen Friedensdienst kennen (2. von links: Claus Schrowange)
Ihre Kameras erregen überall Aufmerksamkeit. Fotos: Claudia Ehry
Ihre Kameras erregen überall Aufmerksamkeit. Fotos: Claudia Ehry